Winterpause gibt es bei der Löscheinheit Merbeck nicht. Auch in den ersten Wochen des Jahres 2024 fanden die Übungsdienste regelmäßig statt, und die Beteiligung war diesmal besonders hoch. Was auf dem Programm stand, erklärt das wohl: Atemschutz-Notfalltraining, eine der anspruchsvollsten Übungsformen, die wir durchführen.
Das Training richtet sich ausschließlich an ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Im Mittelpunkt stehen Situationen, die im Einsatz zwar selten eintreten, aber im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden: plötzliche Orientierungslosigkeit in einem verrauchten Gebäude, der Ausfall der eigenen Ausrüstung unter Einsatzbedingungen, die Rettung eines verunglückten Kameraden ohne Sichtkontakt. Genau solche Szenarien wurden in der Übung simuliert und mehrfach durchgespielt.
Wer das zum ersten Mal unter realistischen Bedingungen erlebt, merkt schnell: Technik allein reicht nicht. Es geht darum, unter körperlichem und psychischem Druck einen kühlen Kopf zu bewahren, dem Trupp zu vertrauen und trotzdem eigenständig handlungsfähig zu bleiben. Das lässt sich nur durch regelmäßiges Üben aufbauen, nicht durch Theorie.
Für die Löscheinheit Merbeck ist das Atemschutz-Notfalltraining fester Bestandteil der jährlichen Ausbildung. Wer bei einem Brandeinsatz mit Atemschutz ins Gebäude geht, soll wissen, was zu tun ist, wenn etwas schiefläuft.
